image die Weißwein,reben

   

Bourboulenc
Die traditionelle Weißwein-Rebsorte, die zur Familie der Malvasier gehört. Fast in Vergessenheit geraten, lebt sie seit den 80er Jahren wieder auf und ist heute Bestandteil vieler Weißweine der Weinbauregion Languedoc-Roussillon. Obwohl spät reifend, kraftvoll und würzig, entwickelt sie einen guten Säuregehalt.

Clairette
Seit dem Mittelalter im Languedoc-Roussillon hoch angesehen, diente diese Sorte früher meist der Vermouth-Herstellung. Bei der modernen Variation ergibt sie angenehme, runde, fruchtbetonte Weißweine.

Grenache Blanc
ist eng mit dem Grenache Noir verwandt und entwickelt in dem heissen, windigen Klima des Roussillon viel Alkohol, Rundheit und Länge, häufig wird diese Sorte als Verschnitt verwendet, vor allem für die Rivesaltes. Heute erlebt diese Rebsorte eine Renaissance für die trockenen, mediterranen Weißweine.

Macabeu
ist eine katalanische Rebsorte, die weder Trockenheit noch Wind mag. Macabeu ergibt eher banale Weißweine, entfaltet aber durch Reife und Alterung eine bemerkenswerte Palette an Aromen.

Marsanne
ist hoch angesehen als Basis des grandiosen weißen Hermitage und verleiht den Weißwein, der Weinbauregion Languedoc-Roussillon mehr Rasse und Eleganz.

Mauzac
weit verbreitet in den Departements Aude und Tarn, besitzt die Rebsorte (auch Blanquette oder Mauzac Blanc genannt) vor allem Bedeutung in Limoux, denn mit seiner guten Säuren und dem frischen Apfelaroma, eignet er sich gut für die Herstellung des Blanquette genannten Schaumweins. Der Name stammt von der weiß bestäubten Blattunterseite der Reben, der Blanquette.

Muscat
Vor allem die Sorte Petit Grains, auch Muscat de Frontignan genannt, liefert sehr aromatische und doch feine Vins Doux Naturels. Seit einiger Zeit vinifiziert man früh gelesene Trauben auch als trockenen, parfümierten Weißwein, der sich gut zum Aperitif eignet.

Picpoul
Bei rechtzeitiger Vinifikation erhält er Frucht und Frische und ist ein exzellenter Begleiter zu Austern.

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Roussanne
Meist mit der Marsanne assembliert, ist diese Sorte im Ausbau wesentlich heikler, im aromatischen Ausdruck aber um so überzeugender. Sie soll den Weißweinen des Midi mehr Finesse verleihen.

Chardonnay
die Königin der weißen Rebsorten zählt zu den noblen Sorten und sie wird weltweit angebaut. Chardonnay entstand durch eine natürliche Kreuzung zwischen einer Pinot-Sorte und Heunisch. Alleine in Frankreich werden 34 Spielarten dieser Rebe angebaut, die ihren Ursprung im burgundischen Ort gleichen Namens hat. Alle großen weißen Burgunder werden aus der Rebsorte Chardonnay gewonnen. Im Südwesten war es die Cooperative aus Limoux (Departement Aude), die Anfang der 80er Jahre neue, gewagte Wege ging, und die Rebsorte im heissen, trockenen Klima des Midi anbaute - mit nie für möglich gehaltenem Erfolg.

Man trat so den Beweis an, dass Chardonnay unter unterschiedlichsten Klimabedingungen ertragreich ist; für den Winzer ist sein früher Austrieb von Nachteil, für den Gartenfreund hingegen eine Freude. Der Chardonnay eignet sich wie kaum eine Traube zum Barrique-Ausbau, wobei man lange annahm, die sortenreinen Weine seien nicht lagerfähig; wiederum trat Limoux den Beweis an, dass Chardonnays durchaus 15 Jahre lagern können, um ihr volles, einzigartiges Aroma zu entwickeln.
Alle großen Champagner werden ebenfalls als blancs de blancs aus Chardonnay gekeltert.

Sauvignon
Die stark parfümierte Sorte des Sancerre, wird im Midi als sortenreiner Landwein kultiviert. Obwohl sie Hitze und Trockenheit nicht mag und weniger überzeugen kann als der Chardonnay, hält sie aufgrund der großen Nachfrage flächenmäßig fast mit.

Quelle: Verlag Könemann, Culinaria, franz. Spezialitäten

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