AguilarArquesLastoursMontségurPeyrepetrusePuilaurensPuivertQuéribusTermèsTerménes
Château Lastours
Die vier Burgen von Lastours - Cabaret, Tour Régine, Surdespine, Quertinbeux - dominieren das Tal des Orbieu in den Montagne Noir. Einst zogen sich die Katharer hierher unter den Schutz der Herren von Cabaret zurück. Dem Kreuzzugsheer hielten diese Mauern stand, jedoch nicht der armen Bevölkerung, die im 17. Jh. die Mauern zum Bau der eigenen Häuser verwendete. Ein Schicksal, das auch der Cité von Carcassonne beschieden war, denn Lastours gehörte zu den legendären fünf Söhnen Carcassonnes, gewaltigen Schutzfesten.
Château de Lastours, F-11600 Lastours, Tel:+33-(0)46877-5602 | E-Mail | Geschlossen im Januar
Château de Quéribus
Die Burg im Herzen der Corbières, eine der fünf Söhne Carcassonnes, trotzte den Kreuzfahrern lange, die exponierte Lage war von Vorteil, aus der schwindelerregenden Höhe konnte man den Feind frühzeitig erspähen. Dieser nicht eben anheimelnde Ort in 730 m Höhe wurde im 11. Jh. als Grenzposten genutzt, später diente er den Katharern als Fluchtburg. Nach dem Fall des Montsègur war dies die letzte Bastion der Katharer, wurde aber nach einem kurzen Gefecht schließlich kampflos übergeben Die Burg besteht aus drei übereinander liegenden Befestigungen, deren Kernstück der mächtige Donjon mit einem schönen gotischen Gewölbesaal ist.
Château de Quéribus, F-11350 Cucugnan, Tel:+33-(0)45845-0369 | Ganzjährig geöffnet
Château de Peyrepertuse
Der Anstieg zu dieser 796 m hoch gelegenen Burg gegenüber von Quéribus ist atemberaubend. Die größte Burg im Land der Katharer erstreckt sich über 9 ha und gleicht mit ihrer zweieinhalb Km langen Mauer eher einer Stadt, denn einer Burganlage. Sie lag im 12. Jh. im Einflussbereich des Königs von Aragaon, aber als sich um 1240 mehrere Führer der Katharer hierher flüchteten, ereilte sie das Schicksal aller Ketzerburgen. Guilhem de Peyrepertuse übergab die Burg schließlich kampflos. Die Burg besteht aus drei Teilen, den beiden Befestigungsmauern, dem Donjon de Saint Jordy und dem alten Donjon im Cour Basse. Der mittlere Teil wird durch einen Wachturm gesichert. Zur Burg steigt man über eine Stein gehauene Treppe, die Ludwig der Heilige um 1242 anlegen ließ. Vom Donjon St. Jordy aus reicht der Blick bis hin zum Mittelmeer.
Château de Peyrepetruse, F-11350 Dulhac-sous-Peyrepetruse, Tel:+33-(0)67158-6336 | Geschlossen im Januar
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Aguilar
Es ist nicht bekannt, wann diese Burg, die zum Lehen der Grafschaft von Barcelona gehörte, erbaut wurde. Sie wurde den Herren von Termes, den Vasallen der Trençavel, zugesprochen. In den Wirren der Kreuzzüge spielte Aguilar keine besondere Rolle, aber als die Krone die Länder der Trençavel annektiert, steigt Aguilar auf zu einer der « fünf Söhne Carcassonnes » und bildet zusammen mit Puilaurens, Peyrepetruse, Quéribus und Termes die legendären Festungen des Verteidigungssystems, in dessen Mittelpunkt Carcassonne stand.
Château d'Arques
Heute zeugt nur noch der mächtige Donjon von der Burg mit den mächtigen rechteckigen Mauern. Im Südwesten erhebt sich der viereckige Turm und der ausgesprochen gut erhaltene Bergfried mit einer Seitenlänge von 11 m an der Basis und einer Höhe von 25 m. 1243 wurde die Burg Pierre de Voisins zugesprochen, einem der Gefolgsleute des berüchtigten Simon de Montfort. Arques mit seinem herrlichen Innenhof ist häufig Veranstaltungsort für Festivals, Ausstellungen und Konzerte. Einen Besuch wert ist die permanente Ausstellung zum Thema Katharismus.
Château de'Arques, F-11190 Arques, Tel:+33-(0)46869-8477 | Geschlossen im Januar
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Puilaurens
Die Burg erhebt sich auf einer Felsspitze nahe der grandiosen Schlucht Pierre-Lys. Der Bergfried, der den gesamten Westteil einnimmt, überragt den Weg, der in ein großes Tor mündet; die Mauern weisen 12 Schießscharten auf, der weite Platz ist von einer ausgesprochen gut erhaltenen Mauer mit Zinnenkranz umschlossen. Puilaurens wird Ende des 10. Jh. urkundlich erwähnt. 1243 übernimmt sie der legendäre Xacbert de Barbeira, der sie bis 1256 gegen die Kreuzfahrer halten kann. Als er in einen Hinterhalt gerät, muss er nicht nur Puilaurens sondern auch Quéribus aufgeben.
Château de Puilaurens, 11140 Lapradelle Puilaurens, Fon:+33(0)46820-6526 | Chateau Puilaurens
Puivert
gehörte der Familie Congost, einer berühmten Katharer-Familie, die die Burg 1210 nach dreitägiger Belagerung an Simon de Montfort übergeben muss. Heute ist in der Burg ein Museum untergebracht, das den Troubadouren des Midi gewidmet ist. Den « Saal der Musikanten » zieren Musikanten auf den acht Sockeln in den Gewölberippen. Die Burg, die im Grund einer weiten Mulde zwischen Quillan und Lavelanet liegt, ist häufig Ort von Ausstellungen und Musikveranstaltungen.
Château de Puivert, F-11130 Puivert, Tel:+33-(0)46820-8152 | Geschlossen von Dezember bis März
Termes
Zum ersten Mal 1110 urkundlich erwähnt, war im Besitz der Herren von Termes, einer deren Reichtum und Macht legendär war im Midi. Zur Zeit der Albigenserkriege gehörte die Burg Raymond de Termes, einem Vasallen des Vicomte de Carcassonne. Der alte Raymond hat den Kreuzfahrern einiges Kopfzerbrechen bereitet und seine Burg unterliegt erst nach viermonatiger Belagerung, mehr als Folge des Wassermangels, als aufgrund der Tapferkeit der Belagerer. Im Chaos der geschleiften Mauern, kann man den Grundriss des ursprünglichen Gebäudes, das aus zwei Burgmauern und Bergfried mit einer mächtigen Wehrmauer bestand, noch erahnen.
Château de Termes, 11330 Termes, Tel:+33-(0)46870-0920 | Geschlossen im Januar
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Villerouge-Termenes
Die einstige Sommerresidenz der Erzbischöfe von Narbonne hielt sich heraus aus den Albigenserkriegen und überstand die bitteren Jahre unbeschadet.
Unrühmliche Bekanntheit erhielt das eindrucksvolle Schloss mit dem schön restaurierten Dorf, das sich darum gruppiert, weil hier der « letzte Katharer » Bèlibaste, am 24. August 1321 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Heute ist die Burg Teil des Dorfes, das sich malerisch um sie gruppiert, und wesentliche Elemente sind erhalten.
Château de Villerouge-Termenes, F-11330 Villerouge-Termenes, Tel:+33-(0)46870-0911 | Geschlossen im Januar
Montségur (Ariège)
Der mystische Berg der Katharersekte, jener Berg, den das Heer der Kreuzfahrer mehr als 2 Jahre belagerte. Nur wenigen war es gelungen in das unwirtliche Gebirge zu flüchten. Zwei Jahre trotzten sie in diesem Adlerhorst dem Heer der Kreuzfahrer, dann zwangen Hunger und Wassermangel die Gläubigen zur Aufgabe. Im März 1244 brannten 250 Männer, Frauen und Kinder, darunter viele « Reine » auf den Scheiterhaufen zur Ehre der Mutter Kirche und der Krone Frankreichs. Noch heute ist es ein wenig unheimlich dort oben, aber vielleicht ist er in einer der vielen Höhlen verborgen, jener sagenumwobene Schatz der Katharer, zu dem ja auch der heilige Gral gehören soll.
Website Château Montségur