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Die Franzosen sind oder gelten als Lebenskünstler und viele Dinge, die im täglichen Leben eine große Rolle spielen, sind fester Bestandteil ihrer Kultur: Wein, Kosmetik, Gastronomie, Spirituosen, die Mode ... Einerseits wichtige Exportartikel, andererseits Magnet für Millionen Touristen. So viel über Frankreich gelesen, so viel gehört, man ahnt ja, wie das da ist ... der Südfranzose sitzt, die trockene Zigarette im Mundwinkel, den lieben langen Tag vor irgendeiner Bar-Sport-Tabac und trinkt - zwischen drei Würfen mit schweren Eisenkugeln - Pastis ...

Etwas anders ist es dann schon. Frankreich ist noch immer ein Land, in dem man auf Höflichkeit größten Wert legt. Benutzen Sie, vor allem im Süden, förmliche Anreden und Höflichkeitsfloskeln: Bonjour Madame, Merci Mademoiselle, Avec Plaisir, Monsieur. Und sagen Sie niemals - niemals - DU zu einem Franzosen, der es Ihnen nicht ausdrücklich angeboten hat - und so etwas kann Jahre dauern. Reden Sie den Arzt mit Monsieur le Docteur an, den Anwalt mit Maître und immer wieder Monsieur, Madame, Mademoiselle. Das weist Sie als höflichen Menschen aus. Selbst unter Jugendlichen ist die Anrede "Sie" weit verbreitet und bleibt, auch unter Franzosen, nach Jahren langer Bekanntschaft üblich, wenn auch unter Benutzung des Vornamens.
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Im Berufsleben stellt man schnell fest, dass Franzosen eher zum Individualismus, denn zum Teamwork neigen. Statussymbole sind auch nicht so wichtig - das Auto darf verbeult sein, der Anzug aber teuer. Kreativität geht vor, eigene Ideen werden verbissen verfolgt, aber dem Neuen, dem stehen die Franzosen stets etwas skeptisch gegenüber. Man muss halt Geduld mitbringen und Eigenbrötlerei vermeiden, stets höflich bleiben und dabei kommunikationsfreudig und offen. Beziehungen, die als gut betrachtet werden, bestehen dann oft über Jahre.

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Essen und Trinken

In jedem noch so kleinen Restaurant wird einem ein Tisch zugewiesen. Wenn gerade kein Ober zur Hand ist, so fragt man am Tresen nach einem freien Tisch - selbst wenn das Restaurant leer ist.

Zum Essen trinken die Franzosen Wein und Unmengen an Wasser. Bier ist unüblich zum Essen, und kennzeichnet den Barbaren, aber der BildAperitif sollte nicht fehlen. Dem Menu wird, vor allem am Mittag, der Vorzug gegeben. Das geht schneller und ist außerdem wesentlich preiswerter. Man erhält eine kleine Vorspeise, das Hauptgericht und ein Dessert oder Käse. Brot ist Bestandteil jeder Mahlzeit.
Die Rechnung wird für den Tisch ausgestellt und nicht für den einzelnen Gast. Man kann ja hinterher mit den Freunden auseinander rechnen - aber bloß nicht im Restaurant, unter den Augen der anderen, die dann sofort wissen, dass sie mit einem kleinkrämerischen Geizhals - vermutlich Ausländer - in einem Raum gesessen haben.

Was, wer, wie und wo ausschenken darf, hängt von dem höchst komplizierten System der « Licenses » ab. über welche dieser Lizenzen, die im übrigen ersteigert werden müssen, das Lokal verfügt, erkennt man an dem gut sichtbar angebrachten Schild. Die Preise für Getränke müssen immer gut sichtbar für den Gast sein. Ach ja - un demi, das sind 0,25 l Bier!

Frankreich Deine Umwelt...

Wasser in Plastikflaschen, Nutzbauten aus Blech und Eternit, keine Pfandflaschen, illegale Müllkippen, Autos, die in Gärten verrotten, Plastiktüten für jedes Kinkerlitzchen, vielerorts fehlende Kläranlagen, brennender Müll in Vorgärten ... diskutieren Sie in Südfrankreich besser nicht über Umweltschutz.

Allerdings scheint sich nun doch etwas zu ändern; um die Natur zu schützen, schuf der Staat 7 Nationalparks, 132 Naturschutzgebiete, 463 geschützte Biotope und 389 geschützte Küstenlandschaften sowie 35 regionale Naturparks. Bemerkenswert ist auch, wie stark biologische Produkte - vor allem in den Supermärkten - gerade in Südfrankreich auf dem Vormarsch sind.

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Das Schulsystem

BildDas Schulsystem in Frankreich baut sich auf nach: Vorschule, Ecole Primaire, Ecole Secondaire, Universitätsstudium.

Die Vorschulerziehung
findet in den ecoles maternelles statt, die den deutschen Kindergärten vergleichbar sind und auf den gleichen Ursprung - die im 18. Jahrhundert in den Vogesen gegründeten ecoles à tricoter zurückgehen. Die ecoles maternelles für Zwei- bis Fünfjährige, sind fester Bestandteil des französischen Schulsystems.

Ecole Primaire
Die Grundschule ist eine Kombination mit der ecoles maternelles jedoch obligatorisch für Kinder von 6 bis 11 Jahren. Seit 1991 ist die Schulzeit in drei Lehrzyklen eingeteilt: le cycle des apprentissages premiers (Anfangslernen in der ecole maternelle), le cycle des apprentissages fondamenteaux (Grundlegendes Lernen, das in der Grande Section der ecoles maternelles beginnt und nach zwei Jahren mit der Primärschule endet) und in den letzten drei Jahren dieser ecole primaire folgt der Vertiefungszyklus mit anschließendem Collége.

Ecole Secondaire
Dieser Bereich besteht aus zwei Stufen. Dem Collège in der ersten Stufe und den allgemeinbildenden, technischen und berufsbildenden Lycées.

Hochschulbereich
Dieser Bereich umfasst neben den klassischen Universitäten (90) noch die Grandes Ecoles, die Handels- und die Ingenieurshochschulen sowie wissenschaftliche und technologische Institute.

Weitere Infos zu 5000 Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen erhalten Sie unter http://www.etudier.com

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Demographische Daten

Die Bevölkerungsstruktur zeigt scharfe Kontraste. Toulouse ist mit über 0.9 Mio. Einwohnern die größte Stadt der Region (bereits in Aquitanien gelegen) mit dem stärksten Bevölkerungszuwachs aller französischen Großstädte; gefolgt von Montpellier, der Hauptstadt des Languedoc-Roussillon, das Land dagegen hat seit Mitte des 19. Jahrhunderts bereits 50 % seiner Bevölkerung verloren, was bedeutet, dass in manchen Departements die Bevölkerungsdichte schon unter 10 Einwohner/m² abgesunken ist. Lediglich das Umland von Toulouse verzeichnet dank der High-Tech-Standorts der Flug- und Raumfahrtproduktion eine steigende Bevölkerungsdichte.
Alle anderen größeren Städte der Region haben kaum mehr als 20.000 Einwohner.

Wirtschaftsdaten

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